„Rasenrennen 6.0“ Interview mit MAX MÄRKER beim MTB Wiesnslalom in Fahlscheid


Interview mit MAX MÄRKER

R6 Seeding Rennen / Fahlscheid (D)

stream_green
Max Märker

Für Dich ging es am 4. bis 6. September nach Falhscheid zum MTB Wiesenslalom, auch besser bekannt als Rasenrennen 6.0. (Das Rennen ist durch seine Strecke, welche zwei Dritteln aus offenen Wiesen besteht und über eine Skipiste führt, sehr anspruchsvoll.) Wie empfandest du die Strecke bei deinen Abfahrten?

So ist es. Einmal im Jahr ist das Rasenrennen, ohne Zweifel eine Pflichtveranstaltung. Die Veranstaltung ist sehr gut organisiert, es sind immer gut gelaunte Leute(egal wie das Wetter ist) am Start und die Strecke ist ein Highlight, dass sollte man man unter keinen Umständen verpassen. Es macht einfach unheimlich viel Spaß, in Fahlscheid mal richtig einen stehen zu lassen (lacht). Die Strecke war im Vergleich zum Vorjahr nicht sonderlich viel geändert wurden, die Einzig große Veränderung war das Wetter. Es regnete zweitweiße Bindfäden und das machte die Strecke nicht einfacher. Dennoch hatte ich extrem gute Laune was sich bei den Abfahrten bemerkbar machte.

Max Märker

Am Samstag fuhrst du das R6 Seeding Rennen und hast dich auf Platz sechs gekämpft mit einer Zeit von 1:30.690. Minuten. Wie zufrieden oder gar unzufrieden bist du mit dieser Platzierung? Immerhin waren es bei diesem Durchgang knapp 180 Fahrer.

Mein Ziel war es, die Strecke immer konstant und ohne Sturz zu absolvieren. Aus diesem Grund ließ ich das Bike einfach nur laufen. Unten angekommen, hatte ich leider nicht die Möglichkeit sofort auf meine Zeit zu schauen, da das Technikteam einige Probleme mit der Messung hatte. Ich wusste aber, dass der Durchgang nicht schlecht verlaufen war und drehte daher noch einige Runden in dem extra angelegten Bikepark. Im Anschluss wollte ich mich auf den Weg zum Fahrerlager machen, als ich dann doch noch die Ergebnisliste anschauen konnte. Ich habe meinen Augen nicht trauen wollen. Normalerweise suche ich immer zuerst im Mittelfeld und als ich mich dort nicht aufgelistet fand, dachte ich schon an das Schlimmste. Zu meinem Erstaunen war ich an Platz 6 gelistet. Mit diesem Ergebnis habe ich nicht mal im Traum gerechnet (schmunzelt). Ich bin super zufrieden mit mir und über diese TOP Leistung mehr als stolz.

Max Märker

Einen Tag später bist du die Qualifikation für das große Battle-Race mit gefahren. Du konntest dich hervorragend behaupten und hast die Qualifikation geschafft.

Wie bereitet man sich dann anschließend auf das „Schulter an Schulter“ Rennen vor?

Gibt es da bestimmte Taktiken? (Dazu ist zu sagen, dass in einem Battle 32 Downhill Fahrer jeweils zu zweit gegeneinander fahren, bis am Ende nur noch einer übrig bleibt.)

Letztes Jahr hat es leider nicht für die Battles gereicht, daher war ich umso glücklicher, dass es dieses Mal geklappt hat. Ich habe ziemlich schnell festgestellt, dass das Rennen schon beim Start entschieden wird und das verunsicherte mich ein bisschen. Gestartet wird bei so einem Renne in Gates, die sich beim Startschuss öffnen und die Fahrer einfach lostreten. Für mich war dies sehr ungewohnt und daher hat es auch nicht so richtig funktioniert. Trotz der fehlenden Übung für den Start, konnte ich das erste Rennen für mich behaupten und das vom Anfang bis zum Ende. Ich war wirklich unglaublich happy. Das zweite Battle verlief leider nicht so gut. Am Start konnte ich die Führung behaupten, doch in einer Passage fuhr ich zu schnell in die Kurve und traf mit dem Hinterrad nicht die Fahrrinne. Mein Bike kam ins Rutschen und die Folge war ein Sturz. Ich habe es zu meinem Erstaunen wieder bis an das Hinterrad von meinem Gegnerstand geschafft, doch ich hatte keine Chance ihn zu überholen. Naja, so ist das halt in einem Wettbewerb. Es war aber eine super Erfahrung und für das nächste Battle werde ich den Gate-Start üben.

Max Märker

Am Abend finden ja üblicherweise keine Rennen statt und auch keine Trainingsläufe. Wie sieht so ein typischer Abend an einem Wettkampfwochenende für dich aus?

Die Abende an so einem Wochenende haben meist denselben Ablauf. Ich erhole mich ein bisschen von dem Tag, den anstrengenden Durchläufen und schlendere noch ein bisschen durch das Fahrerlager. Wir sind alle fast schon wie eine große Familie, da findet sich immer einer mit dem man etwas quatschen kann und über Dies und Das redet. Bei vielen Wettkämpfen werden am Abend auch so genannte Rider-Partys von den Veranstaltern organisiert, selbstverständlich gehört so ein Treffen zum Pflichtprogramm.

Max Märker

Das gesamte Wochenende stand unter dem Zeichen einer guten Sache. Die Veranstalter sammelten in diesem Jahr für die Kinderkrebshilfe und machten dabei auf die zu meist tödliche Krankheit aufmerksam. Ist es für einen Fahrer wie dich, wichtig an solchen Charity Rennen teil zu nehmen? Oder ist es ein Wettkampf wie jeder andere auch?

Das Rasenrennen ist wie ich schon sagte, ein Pflichtprogramm und wenn man dann noch gleichzeitig etwas für den guten Zweck macht, sind die Stürze nicht allzu schlimm. Mich würde es freuen wenn Veranstaltungen häufiger etwas für die gute Sache sammeln würden. Ich denke uns allen geht es so gut und warum dann nicht etwas für die Menschen geben, denen das Leben nicht so zu spielt.